Geschichte

Die Geschichte beginnt in den 80er Jahren

Wie fast alle Kinder Ende der 70er Jahre startete der Gründer unseres Unternehmens, Stephan Augustin, mit einem Skateboard. Im Alter von 14 Jahren erlernte er das Windsurfen auf einem Mistral-Competition und war vom ersten Moment an fasziniert, mit Windgeschwindigkeit über die Wellen zu gleiten. Kurz darauf reiste er nach Bali und stand zum ersten Mal auf einem Surfbrett in der Brandung, was überwältigend war. Zu dieser Zeit wurde das Snowboarden erfunden und wir bauten unsere ersten Boards mit einfachem Pressen und Furnieren. Die Bindungen waren aus Lederriemen und die Stiefel, die wir hatten…… Moon Boots. Alles andere als perfekt.

Das änderte sich Ende der 80er Jahre, als die ersten vernünftigen Snowboards auf den Markt kamen und sich die Windsurfer verbesserten. Zum Ärger seiner Eltern baute er etwa 20 Windsurfbretter und Surfbretter zu Hause in ihrer Wohnung.

Anfang der 90er Jahre begann Stephan an der Universität der Künste in Berlin Industriedesign zu studieren und nutzte die Gelegenheit, seine Leidenschaft auf die Straße zu bringen. Die ersten Bretter hatten nur 2 Räder und benutzten Gummis, um die Räder zurückzustellen.

Bald darauf hatte er die Idee, die Gummis durch eine intelligente Kinematik zu ersetzen, die das Körpergewicht als Rückstellkraft nutzt. Daraus entstanden verschiedene Konzepte.

1994 präsentierte Stephan seine erste selbstregulierende 2-rädrige LandSurfer-Studie ohne Gummi auf der ISPO und der Windsurfhersteller FANATIC zeigte Interesse.

Leider hat sich bald herausgestellt, dass 2 Räder nicht ideal sind und zu schweren Stürzen geführt haben. Das Thema Schwerkraft als rückstellende Kraft anstelle von Gummis ließ Stephan von da an nicht mehr los.

Die Großeltern des Curfboard

Nach seinem Studienabschluss Mitte der 90er Jahre experimentierte Stephan weiter mit verschiedenen Konzepten von Skateboards ohne bewegliche Teile. Hier stellte sich jedoch bald heraus, dass die unterschiedlich ausgerichteten Räder das Brett beim Berühren der Straße verlangsamten. Aber ein Aspekt war bemerkenswert. Die Bewegung und das Fahrverhalten dieser Prototypen war wie ein Snowboard. In einer Kurve drehte er sich auf die Kante und trotzdem blieb das Board beim Geradeausfahren ruhig und flach auf dem Boden, ähnlich einem Snowboard.

Ein weiteres sehr interessantes Projekt war ein 4-Rad-Skateboard, das durch eine Kinematik mit Schwerkraft als Rückstellkraft sehr präzise gefahren werden konnte und sehr niedrig über dem Boden lag.

Der BMW Streetcarver

Seit seiner Präsentation auf der ISPO 1994 stand Stephan privat in Kontakt mit dem BMW-Fahrwerksingenieur Rudi Müller, einem der letzten Generalisten und alten Hasen, der jedes Detail eines Autos kannte. Rudi selbst war ein begeisterter Snowboarder und Surfer und hatte wie Stephan die fixe Idee, seine Leidenschaft auf ein Landfahrzeug zu übertragen. BMW war daran interessiert, daraus ein neues Produkt zu entwickeln.

So bewarb sich Stephan 1997 bei BMW und wurde aufgrund seiner Erfahrung mit innovativer Skateboardkinematik

Gemeinsam entwickelten Rudi und Stephan zwischen 1997 und 2000 bei BMW den STREETCARVER. Sie bauten etwa 10 verschiedene Prototypen, bevor sie die richtigen Dimensionen und Harmonien definiert hatten. Es half, dass beide das gleiche Ziel vor Augen hatten und genau wussten, wie es sich anfühlen sollte.  Eine einzigartige Konstellation und Zusammenarbeit mit viel Spaß!

Das technische Merkmal des STREETCARVER war seine progressive Lenkkinematik, die sich über das Gewicht des Fahrers nur durch die Schwerkraft selbst einstellt. Die Räder kippten wie ein Motorrad zur Seite und ermöglichten viel dynamischere Fahrten. Möglich wurde dies durch die Verbindung der Arme mit den Grundplatten über Kugelgelenke, originale Pendelstützen des Stabilisators aus der BMW 5er Hinterradachse.

Als STREETCARVER im Jahr 2000 auf den Markt kam, war die Reaktion der Presse überwältigend und das Produkt wurde weltweit mehrfach ausgezeichnet und in die ständige Sammlung der Museen der Welt aufgenommen. Leider wurde die Produktion 2003 wieder eingestellt.

 

…und die Geschichte geht jetzt weiter mit dem curfboard®.

Im Herbst 2015 begann Stephan Augustin zusammen mit seinem Sohn Jonas die Entwicklung der neuartigen Achse. Nach einigen Versuchen mit einfachen Prototypen war schnell klar, dass die Idee sehr gut funktionierte. Im Laufe des Winters wurde die Geometrie immer weiter verfeinert und verbessert. Am Ende waren wir von dem Konzept so überzeugt, dass wir uns dazu entschieden, eine Kickstarter Kampagne zu starten.

Im Vorfeld zur Kickstarter Kampagne gründeten wir eine GmbH und meldeten die neue Achse international zum Patent an. Zudem musste der Name „curfboard“ und unser Logo eingetragen werden. Dann ging es dran die Kampagne zu planen, einen Film in Barcelona zu drehen und genügend Follower über soziale Netzwerke zu generieren. Im September 2016 ging unsere Crowdfunding-Kampagne für 4 Wochen online und übertraf am Ende unser Finanzierungsziel.

 

Mit dem Geld finanzierten wir Ingenieure und Designer, um die Achse nicht nur funktional, sondern auch in Bezug auf ihr Design zu einem einzigartigen Schmuckstück zu machen.

 

Mit dem Prototypen der Vorderachse bewarben wir uns beim ISPO Brand New Award 2017 und wurden als Finalist ausgezeichnet und bekamen dafür einen Messestand auf der weltgrößten Sportartikelmesse der Welt in München.

Die Resonanz des Fachpublikums war überwältigend.

 

Nach der Messe ging gleich die Arbeit mit der Serienvorbereitung los. Werkzeuge beauftragen, Hersteller besuchen, planen, ändern, Muster begutachten und am Ende mit ein paar Verzögerungen die erste Produktion beaufsichtigen. Was für eine Aufregung!

Am 1. Oktober 2017 kam der erste Container voll mit Boards in unserem Lager bei München an und wir konnten den Kickstarter Unterstützern mit nur 1 Monat Verspätung ihre Belegexemplare ausliefern.

Vielen Dank für Euer Vertrauen!